Biographie

Monika Mansour, Autorin, Luzerner Totentanz, Krimi

 

Monika Mansour

 

 

Geboren bin ich 1973 im Kanton Zürich. Mein Kindheit entsprach der einer Bilderbuchgeschichte. Zusammen mit meiner kleinen Schwester bin ich in Embrach auf dem Bauernhof meiner Eltern aufgewachsen. Gut behütet habe ich das bodenständige Leben geliebt. Ein riesiges Dankeschön an meine lieben Eltern. Statt iPad hatte ich damals junge Katzen, Kälber und Hunde zum spielen. Statt mit den Töfflibuben im Dorf abzuhängen, bin ich alleine mit meinem Pferd durch den Wald geritten.

Unser Hof lag idyllisch, etwas abgelegen, auf einer Lichtung, umgeben von Weiden und Wald. Die Töss war der Fluss, der eine natürlich Grenze zu den Nachbargemeinden bildete. Hohe Kalksteinwände schnitten uns von der Umgebung ab.

So idyllisch unser Hof auch lag, so sehr hat er schon in frühen Jahren meine Fantasie angeregt: nur 500 Meter durch den Wald die Strasse hoch gab es nämlich eine Psychiatrische Klinik, später dann zusätzlich ein Asylanten-Auffanglager sowie eine Jugend-Drogenentzugsklinik.

 

Monika Mansour, Autorin, Krimi, Luzern

 

 

Da kam es schon mal vor, dass sich einer an einem Baum erhängte, die Polizei mit Hubschrauber und Blaulicht um Mitternacht unseren Hof umstellte oder im Wald Schüsse fielen. Einmal musste mein Vater wegen einer Messerstecherei auf dem Polizeiposten aussagen. Und nie vergesse ich die Nacht, es war eine dunkle, kalte Nacht, als es plötzlich an unserer Haustür klingelte. Draussen stand, halb durchfroren, ein Mädchen, kaum 18 Jahre alt, nur in ein Nachthemd gekleidet, barfuss und völlig durchnässt. Sie weinte fürchterlich und war verwirrt. Die Kleine war aus der Psychiatrischen ausgebrochen und wollte durch die Töss fliehen. Aber da gab es kein Durchkommen. So ist sie bei uns in der Küche gelandet. Nach einer Tasse heisser Schokolade haben die Pfleger sie abgeholt: kalt, unfreundlich und gereizt.

Ein anderes Mal kam ein entflohener Insasse der Psychiatrischen auf unseren Hof und hat mir 20 Franken vor die Füsse geworfen. Ich solle ihm den Heimweg zeigen, hat er mich angeschrien. Aber ich hatte Nora, meinen Mischlingshund. Sie hätte den Mann zerfleischt, hätte ich die Hündin von der Leine gelassen.

Dann gab es da die Geschichte mit dem tollwütigen Fuchs, dem ich als Fünfjährige nur knapp entkommen bin.

 

Bauernhof Schweiz

 

 

Vielleicht war es gerade diese spannende Kindheit, die mir die vielen Ideen für meine Bücher liefert. Ganz egal ob Krimi, Psychothriller, Liebesdrama, es ist doch immer der Mensch mit seinen Wünschen, seinen Abgründen und seinen Fehlern, der die spannendsten Geschichten schreibt.

(Doch ich muss hier vermerken, dass mir, trotz all dieser kleinen Episoden, in meiner Kindheit nie etwas schlimmes widerfahren ist.)

Auch die Pubertät überstand ich schadlos, obwohl ich in den Achtzigern jede Woche vom Bahnhof Zürich durch die Drogenszene Platzspitz zur Berufsschule gehen musste. Morgens um acht zu sehen, wie sich jemand einen Schuss setzt war Gewohnheitssache ...

 

In "Businessplan: Mord" beschreibe ich meine Kindheit so ...

Monika Mansour, Autorin, Krimi, Luzern

Obwohl ich als Jugendliche schon immer mit Leidenschaft geschrieben habe (meine erste Kurzgeschichte schrieb ich etwa in der dritten Klasse) habe ich mich dann doch für einen sicheren Beruf entschieden und Augenoptikerin gelernt. Doch schon zwei Monate nach dem Lehrabschluss zog es mich in die Ferne: vier Monate Neuseeland und drei Monate Australien - natürlich alleine. Da war ich gerade einmal zwanzig. Ich habe mein Tauchbrevet gemacht, auf einem Viehtrieb gearbeitet und mir mein erstes Tattoo stechen lassen.

Dann folgten einige Jahre auf der Suche nach dem richtigen Job. Ich habe in einem Hotel Châteaubriand tranchiert, eine Whiskybar geführt und am Flughafen Zürich die Passagiere eingecheckt. Der Zufall führte mich vor fünfzehn Jahren in ein Piercing- und Tattoostudio in Sursee. Dort konnte ich mit der Piercingnadel in gewisser Weise meinen unerfüllten Traumberuf als Chirurg ausleben. Und die Tätowiermaschine brachte mir dann die Befriedigung, die mir Pinsel und Bleistift nicht geben konnten. Über zehn Jahre arbeitete ich als selbstständige Tätowiererin im Studio, bevor ich mich neu orientierte. Ich arbeitete zehn Jahre für einen Handelsbetrieb, erledigte die Sachbearbeitung und  Buchhaltung.

Immer wieder zog es mich während dieser Jahre auch ins Ausland. So verbrachte ich ein halbes Jahr in den USA, war in Thailand und Peking. Als ich Ägypten besuchte, hat auch die grosse Liebe zugeschlagen. Jetzt bin ich schon über 20 Jahre verheiratet und wir haben einen wundervollen Sohn, der mich mittlerweile um einen Kopf überragt. Das Reisen liebe ich noch heute, es inspieriert mich für neue Geschichten. Vor allem Südkorea hat es mir angetang, wo 'Der Himmel über den Alpen' sein Ende fand und 'Tod auf dem Napf' entstanden ist.

Monika Mansour, Autorin, Krimi, Luzern

 

Es sind diese wundervollen Jahre, die mir vor allem eines gebracht haben: Lebenserfahrung. Und das ist es, was ich wohl letztlich brauchte, um gute Geschichten zu erzählen.

Denn meine schriftstellerische Laufbahn liess sich Zeit. So habe ich an meinem ersten Buch während sechs Jahren fast täglich gearbeitet, es wurde 800 Seiten dick und existiert bis heute nur in Manuskriptform. Ich nenne es mein 'Lehrstück'. Danach konnte ich ein paar Kurzgeschichten veröffentlichen.

Bei meinem zweiten Projekt, meinem Schweizer Krimi, ging es  plötzlich ganz schnell: der Emons Verlag hat 'Liebe, Sünde, Tod' 2014 veröffentlicht. Ein grosser Dank gebührt da meiner Agentin, die an mich geglaubt hat. Und im August 2015 ist bereits mein zweiter Krimi 'Himmel, Hölle, Mensch' erschienen.

 

Wie sich meine eigene, kleine Biographie weiter erzählen lässt, das steht noch in den Sternen geschrieben. Jedenfalls liegt ein spannender Weg vor mir, auf den ich mich riesig freue, habe ich doch endlich den Beruf gefunden, der Leidenschaft gleichzeitig ist. Denn neben meiner Familie, die ich über alles andere Liebe, gibt es nichts anderes, was ich tun möchte: einfach nur schreiben!


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