Leseprobe aus "Himmel, Hölle, Mensch"


EINS

 

»Einen Kuss.« Sie formte einen süssen Schmollmund. »Du schuldest mir einen Kuss.«

   Es krachte über seinem Kopf. Eine Schar bunter Funken stob in den sternenklaren Nachthimmel. Cem zerrte an den Handschellen, es war sinnlos. Desperat sog er die schwüle Sommerluft in die Lungen, die Würze von geschnittenem Gras lag fein darin eingebettet. Seufzend liess er den Sauerstoff wieder entweichen: verbraucht und geruchlos. Er musste sich Lila ergeben. Hatte er eine Wahl?

   Erneut ein Knall. Funken. Feuerregen.

Lila setzte sich rittlings auf ihn, wie er da so hilflos im Gras sass, an diese magere Birke gelehnt, mit seinen eigenen Handschellen hinter dem Rücken um den Stamm gefesselt. Ein warmer Lufthauch strich über Cems nackten Oberkörper und verfing sich in seinen Brusthaaren. Und Lila tat es dem Wind gleich, zeichnete mit ihren Fingernägeln kleine Herzen auf seine Brust.

Cem schüttelte den Kopf, seine Nerven angespannt.

   »Heute Nacht sind Sie mein Sklave, Herr Kommissar.«


***

 

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